210 Suchen/Monat

VPD Rechner Cannabis — Optimale Luftfeuchtigkeit & Temperatur berechnen

Kein Rätselraten mehr: Gib Temperatur und Luftfeuchtigkeit ein und sieh sofort, ob dein Grow-Zelt im grünen Bereich liegt — live in CanGem.

VPD-Rechner in CanGem →

Was ist VPD (Vapour Pressure Deficit)?

VPD — Vapour Pressure Deficit, auf Deutsch Dampfdruckdefizit — beschreibt die Differenz zwischen dem aktuellen Wasserdampfdruck der Luft und dem maximal möglichen Sättigungsdampfdruck bei gegebener Temperatur. Einfacher gesagt: VPD misst, wie „durstig" die Luft ist.

Für Cannabispflanzen ist VPD der wichtigste Klimaparameter überhaupt. Er bestimmt, wie stark die Pflanze transpiriert — also Wasser durch die Spaltöffnungen (Stomata) abgibt. Transpiration ist kein Verlust, sondern der Motor für Nährstoffaufnahme, Kühlung und Wachstum. Ist der VPD zu niedrig, schließt die Pflanze die Stomata, die Nährstoffaufnahme bricht ein und Pilzkrankheiten haben leichtes Spiel. Ist er zu hoch, verliert die Pflanze zu viel Wasser, rollt die Blätter ein und gerät unter Hitzestress.

Merksatz: VPD verbindet Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu einer einzigen Zahl — und diese Zahl entscheidet, ob deine Pflanze wächst oder kämpft.

VPD-Zielwerte für Cannabis — Seedling, Veg & Blüte

Jede Wachstumsphase hat ihr eigenes VPD-Fenster. Junge Pflanzen ohne ausgeprägtes Wurzelsystem brauchen hohe Luftfeuchtigkeit und niedrigen VPD, um nicht auszutrocknen. Im Laufe der Entwicklung kann und sollte der VPD steigen, um maximale Transpiration und Nährstoffaufnahme zu fördern.

Phase VPD-Ziel (kPa) Temp (°C) rH (%)
Seedling / Steckling 0,4 – 0,8 22 – 25 65 – 80
Veg (vegetativ) 0,8 – 1,0 24 – 28 50 – 65
Frühblüte (Woche 1–4) 1,0 – 1,2 23 – 26 45 – 55
Spätblüte (Woche 5+) 1,2 – 1,5 22 – 25 40 – 50

Diese Werte gelten für die gemessene Lufttemperatur (nicht die Blatttemperatur). In der Praxis liegt die Blatttemperatur 1–2 °C unter der Lufttemperatur — CanGem berücksichtigt das optional im Rechner.

Wer zusätzlich Nährstoffe nach Athena-System dosiert, kombiniert den VPD-Rechner sinnvoll mit dem Athena Nährstoffe Rechner — so stimmen Klima und Nährstoffgabe phasengenau überein.

VPD messen und einstellen — Schritt für Schritt

Theorie ist gut, Praxis ist besser. So gehst du vor:

  1. Werte messen: Platziere ein digitales Thermo-Hygrometer auf Höhe der Blattzone (nicht direkt unter der Lampe). Miss Lufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit gleichzeitig.
  2. VPD berechnen: Öffne den VPD-Rechner in CanGem, wähle deine Wachstumsphase und gib Temperatur und rH ein. Die App zeigt dir sofort den aktuellen VPD-Wert und färbt ihn grün (optimal), gelb (akzeptabel) oder rot (kritisch).
  3. Temperatur anpassen: Wenn dein VPD zu hoch ist, senke die Temperatur mit einer stärkeren Abluft oder einem Klimagerät. Jeder Grad weniger senkt den VPD spürbar.
  4. Luftfeuchtigkeit regulieren: Ein Luftbefeuchter senkt den VPD; ein Entfeuchter erhöht ihn. In der Spätblüte ist ein Entfeuchter fast immer nötig, um Schimmelrisiko zu minimieren und VPD > 1,2 kPa zu halten.
  5. Protokollieren: Trag den VPD-Wert täglich oder bei jeder Bewässerung in CanGem ein. So erkennst du Muster — zum Beispiel, dass der VPD nachts in den roten Bereich fällt und Schimmelrisiko erzeugt.

Profi-Tipp: Messe VPD immer zur dunkelsten und hellsten Tageszeit. Die größten VPD-Schwankungen passieren nachts, wenn die Lampe aus ist und die Temperatur fällt — genau dann steigt die Schimmelgefahr.

FAQ: VPD Rechner Cannabis

Was ist der optimale VPD-Wert für Cannabis?

Der optimale VPD-Wert hängt von der Wachstumsphase ab. Für Seedlinge gilt 0,4–0,8 kPa, in der Veg-Phase 0,8–1,0 kPa und in der Blüte 1,0–1,5 kPa. Werte außerhalb dieser Bereiche verlangsamen das Wachstum und erhöhen das Stressrisiko.

Wie berechne ich VPD aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit?

Die Formel lautet: VPD = SVP(Blatt) − (rH/100 × SVP(Luft)), wobei SVP der Sättigungsdampfdruck in kPa ist. In der Praxis braucht man keinen Taschenrechner: Einfach Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit in den CanGem VPD-Rechner eingeben — der Wert erscheint sofort, inklusive phasenbezogener Ampel.

Was passiert bei zu hohem oder zu niedrigem VPD?

Ein zu niedriger VPD (unter 0,4 kPa) verlangsamt die Transpiration, fördert Schimmel und Botrytis und hemmt die Nährstoffaufnahme. Ein zu hoher VPD (über 1,6 kPa) stresst die Pflanze, führt zu Blattrollen und deutlich niedrigeren Erträgen. Im Zielkorridor transpiriert die Pflanze optimal und nimmt Nährstoffe effizient auf.

Mehr aus dem CanGem Wissens-Hub

VPD live in CanGem tracken

Gib einmal Temperatur und Luftfeuchtigkeit ein — CanGem zeigt dir sofort, ob dein Grow-Zelt im optimalen VPD-Bereich liegt. Phasenbezogen, mit Ampel, kostenlos.

CanGem jetzt öffnen →

Kostenlos · Offline-fähig · iPhone-optimiert